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Bücher über Chi Energie

Chi - die Lebensenergie  ( Qi )

Qi und Xue (Blut) strömen in ständiger Wechselwirkung zur Versorgung der Organe entlang der Meridiane. Qi lässt sich mit Energie oder Lebenskraft schlecht umschreiben, vielleicht eher mit dem etwas altertümlich klingenden Lebensodem. Qi ist sowohl die Wirkung als auch ihre Ursache. Qi existiert, weil es wirkt, weil ein Mangel oder ein Überschuss an Qi sichtbare Auswirkungen für den Menschen hat. Wir übersetzten der Verständlichkeit halber Qi hier mit Energie. Qi selbst entsteht aus dem Wechselspiel zwischen Yin und Yang. Qi befindet sich in allem: Im Menschen, in seiner Nahrung, selbst in leblosen Gegenständen und es kann wiederum durch Ernährung, das Wetter oder seelische Stimmungslagen beeinflusst werden. Grundlage der Chinesischen Heilkunst ist das Studium des Qi. Qi fließt in vier Hauptrichtungen durch die Meridiane: aufsteigend, absteigend, kommend oder gehend. Ist der Mensch gesund, fließt das Qi in ausreichender Menge in richtige Richtungen und garantiert im Körper ein harmonisches Verhältnis von Yin und Yang. Besteht ein Qi-Mangel  oder eine Qi-Blockade, gerät Yin-Yang ins Ungleichgewicht, der Mensch kann erkranken. Therapeutisch lässt sich ein Zuviel oder Zuwenig an Qi an der Aktivität oder Unausgewogenheit der inneren Organe erkennen. Das kann vom TCM-Arzt aufgrund der bestehenden Innen-Außen-Beziehung über  die Meridiane an bestimmten Reaktionen wie Schmerz, Druckempfindlichkeit, Reizung der Körperoberfläche diagnostiziert werden.

Die Traditionelle Chinesische Medizin ( TCM ) versucht, mit verschiedenen therapeutischen Mitteln den Qi-Fluss zu regulieren, das Yin-Yang - Gleichgewicht wiederherzustellen, um so die Erkrankung zu heilen. Einige Therapieformen werden wir im Folgenden kennen lernen: die Akupunktur, die Akupressur und die Massage. Ein weiteres Feld nehmen auch die so genannten Qi-Regulierenden Therapieformen, wie Taijiquan, Qigong und auch das Spiel mit den Qigong-Kugeln ein. Ziel all dieser Therapieformen ist es, über die Aktivierung der Meridiane das Qi zu beeinflussen, um zu einer Harmonisierung des Yin und Yang zu gelangen. Die Meridiane können anatomisch nicht nachgewiesen werden. In der westlichen Medizin wurde das Meridiansystem auf das Nervensystem übertragen und so die Wirkungsweise der Akupunktur teilweise erklärt. Diese beruht auf bekannten neuronalen Beziehungen. Aber nur etwa ein Drittel aller Punkte, die sich auf den Meridianen befinden, liegen über größeren Nervenverläufen. Es soll an dieser Stelle nicht versucht werden der Energielehre der Chinesen ein westliches Erklärungsmodell überzustülpen, um sie zu belegen. Die Traditionelle Chinesische Medizin hat eine ausgeklügelte Theorie der Innen-Außen-Beziehung entwickelt. Diese ist in sich völlig logisch und kann nur aus sich heraus erklärt und verstanden werden. Möglich ist es jedoch, wie in China heute in vielen Krankenhäusern praktiziert, die TCM mit den diagnostischen Errungenschaften der modernen Medizin zu kombinieren und so äußerst wirksam gegen Krankheiten vorzugehen.

Auszug aus dem Buch: Zauber der Qigong-Kugeln von Dr. Chr. Kunkel - ISBN 3 635 60446 1

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